In der Hotellerie ist Textilpflege selten eine reine Sauberkeitsfrage. Sie berührt Gästebewertungen, Raumluftqualität, Investitionsschutz und zunehmend auch die Nachhaltigkeitskommunikation des Hauses. Wer Teppiche, Teppichböden und Polster planvoll pflegt, verlängert deren Lebensdauer erheblich – und Lebensdauer ist der wirksamste Nachhaltigkeitshebel überhaupt, weil jede vermiedene Neuanschaffung Rohstoffe, Transport und Entsorgung einspart.
Intervalle nach Zone planen, nicht pauschal
Ein einheitlicher Reinigungsplan für das gesamte Haus führt fast immer dazu, dass hoch frequentierte Zonen zu selten und ruhige Zonen zu oft gereinigt werden. Sinnvoller ist eine Einteilung nach Belastung.
| Zone | Typische Belastung | Orientierung |
|---|---|---|
| Lobby, Eingang, Aufzugvorräume | sehr hoch, Schmutzeintrag von außen | Grundreinigung halbjährlich, Zwischenpflege monatlich |
| Flure und Stiegen | hoch, Laufstraßen | jährlich, Zwischenpflege quartalsweise |
| Zimmer und Suiten | mittel | jährlich bis alle 2 Jahre, anlassbezogen |
| Restaurant und Bar | hoch, Fett- und Getränkeflecken | jährlich, Fleckenservice laufend |
| Seminar- und Wellnessbereiche | schwankend, teils hohe Feuchte | nach Auslastung, Feuchtekontrolle |
Verfahren zur Belastung passend wählen
- Lose Teppiche und Läufer: Abholung und Tauchwäsche in der Werkstatt – nur so verlassen Sand und Rückstände das Grundgewebe vollständig.
- Verlegter Teppichboden: Sprühextraktion vor Ort, bei Bedarf mit Vorbehandlung der Laufstraßen.
- Polstermöbel: schonende Nassreinigung mit kurzer Trocknungszeit, damit Zimmer schnell wieder belegbar sind.
- Schmutzfangmatten: turnusmäßiger Tauschservice – sie halten den größten Teil des Schmutzeintrags bereits an der Tür zurück.
Ausfallzeiten sind der eigentliche Kostenfaktor
Für ein Haus ist selten der Reinigungspreis entscheidend, sondern die Zeit, in der ein Zimmer oder ein Bereich nicht nutzbar ist. Planbarkeit entsteht durch drei Dinge: Terminierung in belegungsschwachen Zeiten, ein Tauschbestand bei losen Teppichen und Läufern, sowie Verfahren mit kurzer Trocknungszeit. Wir stimmen Abholung und Rückführung mit der Etagenleitung ab und arbeiten bei Bedarf abschnittsweise, damit der Betrieb weiterläuft.
Reinigungsbestätigungen sinnvoll einsetzen
Eine objektbezogene Reinigungsbestätigung dokumentiert, welche Flächen wann mit welchem Verfahren behandelt wurden. Sie ist in drei Situationen praktisch wertvoll: bei Hygiene- und Qualitätsaudits, bei Gästebeschwerden zu Geruch oder Allergien, und bei Gewährleistungsfragen gegenüber Herstellern, die eine regelmäßige fachgerechte Pflege voraussetzen. Wichtig ist die Ehrlichkeit des Dokuments: Es bestätigt die durchgeführte Reinigung der genannten Flächen – es ist kein Hygienezertifikat für das gesamte Haus und sollte auch nicht so kommuniziert werden.
Für die Außenkommunikation gilt: nur belegbare Aussagen verwenden. Formulierungen wie „biologisch gereinigt“ brauchen die konkrete Angabe, was gereinigt wurde und mit welchem Verfahren.
Was unser Verfahren beiträgt
Wir waschen mit gefiltertem Regenwasser. Weiches Wasser benötigt weniger Waschmittel und spült Rückstände besser aus der Faser – das schont Farben und verlängert die Nutzungsdauer der Textilien. Für Häuser, die ihre Nachhaltigkeitsmaßnahmen dokumentieren, halten wir die eingesetzte Wassermenge und das Verfahren pro Auftrag nachvollziehbar fest.
Für Hotels, Restaurants und Betriebe in Salzburg erstellen wir Turnuspläne mit fixen Terminen und kalkulierbaren Konditionen. Objektaufträge nehmen wir ab 50 m² an.
